In den vergangenen Jahrhunderten wurden bestimmte Orte aufgrund ihrer strategischen Lage als Standorte für Burgen, Türme und Mauern zur Verteidigung des Territoriums gewählt. Heute erweisen sich genau diese Orte als Aussichtspunkte mit einem außergewöhnlichen Panorama, die einen zeitgenössischen Blick auf die Landschaft zwischen Seen und Bergen eröffnen.
Auf der Spur von Türmen und Burgen kann sich der Reisende – im Sinne eines langsamen und nachhaltigen Reisens, allein oder in Gesellschaft – zwischen dem Lago Maggiore, dem Mergozzosee und dem Ortasee, bis hin zu den Ausläufern der Alpen im Ossolatal bewegen, um nicht nur Geschichte, sondern auch Natur und Landschaft zu entdecken, denn viele dieser Zeugnisse sind über Wanderwege durch Wälder und Höhenzüge mit atemberaubenden Ausblicken oder entlang historischer Routen zu den Alpenpässen erreichbar.
Diese Festungen zu erkunden, bedeutet daher, die tiefen Wurzeln von Orten zu entdecken, die Jahrhunderte der Geschichte erlebt haben und heute authentische und stimmungsvolle Erlebnisse, teils in geschützten Naturreservaten wie dem Colle di Mattarella in Domodossola oder dem Colle di Buccione in Orta San Giulio, häufiger jedoch abseits der bekannten Touristenrouten, in ungewöhnlichen und gerade deshalb besonders entdeckenswerten Gegenden bieten.
Willkommen an einem Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint und sich doch erneuert: vom einstigen Blick auf das Land zur Verteidigung hin zum heutigen Blick reiner Kontemplation!
CASTELLO DEL MOTTO / Castrum Gravallone (Gravellona Toce)- Die Archäologie einer tausendjährigen Befestigungsanlage
CASTELLI DI CANNERO (Cannobio) - Im Herzen des Sees: eine alte Festung und ein neues Multimedia-Museum
ROCCA BORROMEA (Arona) - Burg mit Seeblick, Geburtsort des Heiligen Karl Borromäus
VILLAGGIO FORTIFICATO DI CARMINE SUPERIORE (Cannobio) - Befestigtes Dorf mit Panoramablick zwischen See und Bergen
CASTELLO DI MATTARELLA (Domodossola) - Eine Bastion aus Geschichte und Spiritualität
CASTELLO VISCONTEO E ROCCA (Vogogna) - Ein Spaziergang durch das Mittelalter in einem der schönsten Dörfer Italiens
SBARRAMENTO DEL PASSO DI CROVEO (Baceno) - Die herzogliche Maueranlage zur Verteidigung der Alpenpässe
TORRETTA MEDIEVALE E ANTICHE MURA (Domodossola) - Die Mauern, die die alte Ortschaft, den Hauptort des Ossolatals, umschließen
TORRE DI BUCCIONE (Orta San Giulio) - Symbol der stolzen Unabhängigkeit der Küste von San Giulio
PALAZZO PARASI E TORRE CIVICA (Cannobio) - Wo das Mittelalter auf zeitgenössische Kunst trifft
TORRE DI FERIOLO (Baveno) - Der Turm, der zwischen den Granitsteinbrüchen aufragt
CASA FORTE SCHTEI HÜS (Formazza) - Ein hochgelegenes Wehrhaus, das die Geschichte jahrhundertealter Verbindungen mit der Walserkultur erzählt
TORRE DI BATTIGGIO (Vanzone con San Carlo) - Eine Bastion der Goldroute
TORRE DI VARZO (Varzo) - Ein hoher Turm zur Kontrolle des Handelsverkehrs in Richtung Sempione
TORRE DI ROLDO (Montecrestese) - Der gallische Tempel, der zum Turm wurde
TORRE FERRERIO (Piedimulera) - Der Renaissance-Turm, der die Eisenhändler ehrt
Im frühen Mittelalter, parallel zu den Hügeln und vielleicht sogar schon davor, wurden auf Seeinseln befestigte Anlagen errichtet. Diese geografischen Gegebenheiten boten durch ihre Lage Schutz und Abgeschiedenheit. In den meisten Fällen führten spätere Ereignisse jedoch zum Abriss der Burgenarchitektur, und heute sind unsere Inseln für einen ganz anderen Palasttyp bekannt. Apropos Burgen: Wir bieten Ihnen einen kurzen Überblick über diese verschwundenen Burgen – klicken Sie HIER.
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