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Torre di Roldo

Valli dell'Ossola

Der gallische Tempel, der zum Turm wurde

Der Picchi-Turm befindet sich auf einem Felsvorsprung am südlichen Rand des historischen Ortskerns von Roldo, einem Ortsteil von Montecrestese. Die nach Süden ausgerichtete Lage gewährleistet eine hervorragende Sonneneinstrahlung und erlaubt einen weiten Blick über das darunterliegende Tal.
Das Bauwerk präsentiert sich als kleiner Turm mit viereckigem Grundriss, errichtet in Trockenmauerwerk. Er entstand durch die Aufstockung eines älteren Gebäudes mit Satteldach und Deckung aus Steinplatten.
Dieser ältere Bauabschnitt, der direkt in den Fels gehauen ist, besteht aus einer kleinen Zelle mit Gewölbedecke und einem Fenster in der Mitte der Südseite mit Laibungen aus Crevola-Marmor. Die geringen Abmessungen, die hochwertige Ausführung sowie die Südausrichtung erlauben die Deutung dieses Raumes als gallo-römischen Tempel, der einer Sonnengottheit geweiht war. Vergleiche mit anderen historischen Stätten legen eine Datierung auf das I.-IV. Jahrhundert n. Chr. nahe.
Die Aufstockung in Form eines Turmes könnte in hochmittelalterlicher Epoche (XII.-XIV. Jahrhundert) erfolgt sein, vermutlich durch die Familie Picchi, eine lokale Junkersfamilie, nach der der Turm benannt sein soll.
Der obere Teil war über eine Außentreppe, die heute nicht mehr erhalten ist, zugänglich. Sowohl die geringen Abmessungen des oberen Raumes als auch das Fehlen von Verteidigungseinrichtungen lassen darauf schließen, dass der Turm als Unterstand sowie zu Beobachtungs- und Ausguckzwecken genutzt wurde. 

Der Turm befindet sich in Privatbesitz, ist jedoch über einen kurzen Spaziergang durch den Ortskern von Roldo frei zugänglich. Er ist nicht geöffnet, doch kann das Innere der Zelle im Erdgeschoss durch ein kleines Fenster in der Tür betrachtet werden.

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Frazione Roldo
28864 - Montecrestese (VB)

46.152586640235, 8.324385838727

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