Orta San Giulio
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SLOW CITY - ORTA SAN GIULIO

Anerkennungen
Orange Fahne des italienische Touring Clubs
Die schönsten Dörfer Italiens

Höhe
294 m ü.d.M.

Schutzpatron
31. Januar, San Giulio

Markttag
Mittwoch

Touristeninformationen
www.comune.ortasangiulio.no.it

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DAS DORF: KULTUR, TRADITIONEN UND NATUR
Der Name Orta leitet sich vom lateinischen hortus conclusus (geschossener Garten) ab und im Mittelalter nahm das Dorf den Namen San Giulio vom Heiligen Evangelisierer an. Die Ortschaft liegt auf der Westseite der Halbinsel, die vom Sacro Monte di Orta beherrscht wird, gegenüber der wunderschönen und mystischen Insel San Giulio. Die seeseitige Lage am Lago d'Orta wird als “Übergang” (transition) innerhalb der Schutzgebiete des Tessins und des Lago Maggiore im Abschnitt "Schutzgebiete des Lago d'Orta" definiert, die in das “MAB - Man and the Biosphere”, das wissenschaftliche zwischenstaatliche Programm, das von der UNESCO ins Leben gerufen wurde, aufgenommen wurden. Orta ist auch gemeinsamer Sitz des Spezial-Naturschutzgebietes des Sacro Monte di Orta, UNESCO-Weltkulturerbe. Die besonders glückliche Panoramalage, die alten Residenzen, die barocken Paläste, das Netz aus reizvollen und verschlungenen Gassen, die zum See abfallen, machen den Ort zu einem Ziel von großem touristischem Interesse.
Der Kern der Ortschaft ist die berühmte Piazza Motta, “Platz – Wohnzimmer” mit Blick auf den See mit dem “Palazzotto”, dem Gemeindepalazzo der Riviera von San Giulio (1582), wo sich der Rat traf und Recht sprach. Die Motta, ein Abschnitt der Via Caire Albertoletti, hinauf, gelangt man zur Pfarrkirche Santa Maria Assunta (1485, wiedererrichtet im XVIII. Jahrhundert). Sie ist der Höhepunkt der perfekten barocken Kulisse. Hier kann man die sogenannte “Casa dei nani” – das älteste Haus von Orta – das auf das XV. Jahrhundert zurückgeht, den Palazzo Gemelli – ein großartiger Bau aus der Spätrenaissance aus zwei nebeneinanderliegenden Körpern mit Fassaden, die mit Fresken mit mythologischen Geschichten dekoriert wurden und den Palazzo De Fortis Penotti - heute Ubertini - , der im ersten Jahrzehnt des achtzehnten Jahrhunderts erbaut wurde, bewundern. Dekorierte Häuser, Mauern aus antiken Steinen, wunderschöne schmiedeeiserne Tore, geheime Gärten: dies alles wird für den Besucher zu einer kontinuierlichen Entdeckungsreise.
Weiter geht es zum Sacro Monte di Orta, der sich in einer herrlichen Panoramalage befindet und ein Andachtsweg ist, der aus 20 mit Fresken dekorierten Kapellen, die mit Gruppen lebensgroßer Statuen aus Terrakotta ausgeschmückt sind, besteht und das Leben des heiligen Franziskus von Assisi illustrieren. Der Sacro Monte wurde ab 1590 errichtet. Die Besichtigung der Kapellen erlaubt die Lektüre der verschiedenen architektonischen und künstlerischen Modelle, die im Laufe der Zeit aufeinander folgten.
Gehen wir weiter zur berühmten Insel: mit einem Umfang von nur 650 Metern weist sie einen höheren Bau, der auf der alten Burg errichtet wurde, auf, nämlich das Priesterseminar aus dem Jahr 1844, heute Abtei der Benediktinerinnen “Mater Ecclesiae”; nicht weniger großartig ist die Basilika San Giulio, die im IV. Jahrhundert gegründet wurde. Die heutige Basilika liegt auf einem romanischen Grundriss, der in den nachfolgenden Jahrhunderten umgestaltet wurde. Hinter der linken Apsis erhebt sich der Glockenturm mit zwei- und dreibogigen Fenstern, der dem romanisch-lombardischen Stil nahekommt. Besonders beachtenswert sind der Ambo, der aus einem graugrünen Serpentinmonolithen aus Oira gewonnen wurde und die Krypta mit dem silbernen Reliquiar (1697) mit den Überresten von San Giulio. Es gibt eine Ringstraße um die gesamte Insel, die sogenannte “Via del Silenzio e della Meditazione”- “Weg der Stille und der Meditation”, je nachdem, wie man sie langläuft.
Schließlich gelangen wir zur Torre di Buccione: auf einem Hügel gelegen, der den südlichen Teil des Lago d’Orta beherrscht, gehörte der Turm zu einem militärischen Außenposten, dessen ersten urkundlichen Spuren auf das XII. Jahrhundert zurückgehen. Der Turm, 23 Meter hoch, verfügte über Signalfunktionen und war in drei Holzdecks unterteilt, die die Beherbergung der Besatzung ermöglichten.
Unter den bedeutendsten Veranstaltungen verweisen wir auf den “UTLO – Ultra Trail del Lago d’Orta”. Es handelt sich um einen der beliebtesten Termine für Trailrunner aus aller Welt. Orta San Giulio ist eine der Hauptetappen der Route (Zeitraum: Oktober).

Typische Önogastronomie
In der Umgebung des Lago d’Orta empfehlen wir den Toma del Mottarone, ein Käse mit unterschiedlicher Reifung von strohgelber Farbe von den sanften Hängen der Voralpen. Zudem ist, wie in den anderen Seen, der Süßwasserfisch der Protagonist. Schließlich empfehlen wir das “Pane di San Giulio“, ein mit Rosinen und Trockenfrüchten gefülltes Roggenbrot, das anlässlich des Patronatsfestes des Heiligen am 31. Januar frisch zubereitet wird.

Beherbergung
www.distrettolaghi.it/ospitalita

Trekkingrouten
Empfohlene Slow Trek-Routen: Lago d'Orta: Pella – Orta San Giulio e Lago d’Orta: Raggio d’Oro da Pettenasco a Legro
(Informationen und Details: www.distrettolaghi.it/de/percorsi)

Fahrradrouten
Empfohlene Fahrradrouten: Anello Azzurro del Lago d’Orta e Giro del Lago d’Orta
(Informationen und Details: www.distrettolaghi.it/de/percorsi)

Zugänglichkeit
Zugänglich für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Für Personen, die einen manuellen Rollstuhl benutzen, wird die Anwesenheit einer Begleitperson empfohlen.
Empfohlene Route "For all": Lago d'Orta: ORTA SAN GIULIO, PELLA E MADONNA DEL SASSO
(Informationen und Details: www.distrettolaghi.it/de/percorsi)

Handwerk
Für dieses Dorf mit Blick auf die Gegend des Lago d’Orta ist die Holzhandwerkskunst erwähnenswert. Im Valle Strona, ein grünes und enges Tal im Norden des Sees, ist die Praxis der Handwerkskunst aus Holz uralt. Diese nutzt das Wasser der Wildbäche, um die Drehbänke zu bewegen. Hier werden noch heute, seit über 50 Jahren, neben Schachfiguren, Platzkarten, Löffeln (Ofen) und Gegenstände für Haus- und Kücheneinrichtung, usw. die berühmten Pinocchios (Fornero und Piana di Fornero) hergestellt.

Archivio Fotografico Distretto Turistico dei Laghi
Foto di Marco Benedetto Cerini

Specifica
Comune
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