Cannero Riviera
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SLOW CITY - CANNERO RIVIERA

Anerkennungen
Orange Fahne des italienische Touring Clubs

Höhe
225 ü.d.M.

Schutzpatron
Zweiter Montag im Juli, Madonna del Carmine

Markttag
Freitag

Touristeninformationen
www.cannero.it

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DAS DORF: KULTUR, TRADITIONEN UND NATUR
Cannero Riviera ist eine Ortschaft, umgeben von Bergen und dem See, die an der Mündung des Rio Cannero errichtet wurde.
Die Ortschaft wird als “Übergang” (transition) innerhalb der Schutzgebiete des Tessins und des Lago Maggiore definiert, die in das MAB (Man and the Biosphere), das wissenschaftliche zwischenstaatliche Programm, das von der UNESCO ins Leben gerufen wurde, aufgenommen wurden. Sie liegt zudem hinter dem Nationalpark Val Grande. Charakteristisch für den Bereich sind die beiden kleinen Inseln, die von eindrucksvollen Burgen aus dem sechszehnten Jahrhundert überragte werden. Diese Burgen sind besser als die “Castelli di Cannero” bekannt. Unter den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten finden wir den “Parco degli Agrumi” – “Park der Zitruspflanzen” mit 25 unterschiedlichen Sorten an Zitrusgewächsen, eine Explosion aus typischen Farben und Düften der Riviera. Der Park ist das gesamte Jahr über kostenfrei geöffnet. Während der Sommersaison werden wöchentlich Besichtigungen organisiert. In einer natürlichen Bucht gelegen, ist der Strand “Blaue Fahne” ein weitläufiger ausgestatteter Sandstrand, der für alle zugänglich ist. Der “lungolago delle magnolie” ist eine bezaubernde Fußgängerpromenade am See, die in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts erbaut wurde. Hier wechseln sich alte Villen und historische Hotels, die auch den alten Hafen, einen der eindrucksvollsten des Sees, umgeben, ab. Man läuft weiter zur Kirche San Rocco, deren Datum der Errichtung nicht eindeutig ist: eine erste Beschreibung geht allerdings auf das Jahr 1567 zurück. Weiter ist die Villa Laura ein herrschaftliches Gebäude aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert und im Gemeindebesitz. Im ersten Geschoss finden wir das Ethnografische Museum und das Bürstenmuseum, das im Jahr 1981 dank einer Idee von Schülern und Lehrern der lokalen Mittelschule entstanden ist. Nicht zu versäumen ist auch das Waschhaus, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Es wird im Winter von einer heißen Quelle und im Sommer von einer frischen Quelle gespeist. Wir weisen auch auf die Votivkapelle hin. Diese wurde im neunzehnten Jahrhundert errichtet und der Madonna del Crocifisso gewidmet. Die jüngste Arbeit von der aus Cannero stammenden Restauratorin Katia Zanetti hat die mit Fresken dekorierten Abschnitte, die im Laufe der Zeit beschädigt wurden, wieder ans Licht gebracht, und der Kapelle ihre historische und künstlerische Würde zurückgegeben. An der Seite fließt die Rongia, eine Abzweigung des Rio Cannero mit seinen eindrucksvollen Wasserspielen am Eingang in den Wohnort. In Togliano, hinter dem Rathaus, finden wir weiter “den kleinen Platz mit Fresken”, die vom aus Cannero stammenden Maler Enzo Tipaldi geschaffen wurden. Es sind vier große historischen Szenen dargestellt: die Befreiung der Leibeigenen von Oggiogno (1212), der Bau der Burgen von Cannero (1403), die Plünderung von Cannero durch die Sforza (1524) und die Überschwemmung, die den Einsturz der Pfarrkirche (1829) verursachte. Anschließend im Jahr 1836 wiedererbaut, ist die Kirche San Giorgio Martire im Innenraum mit Fresken des Malers Mazzucchi dekoriert; erwähnenswert sind auch der Altar der Madonna del Carmelo und die gleichnamige Kapelle, in welcher der Körper des Märtyrers San Fausto aufbewahrt wird, deren Reliquien bereits in der alten Kirche vorhanden waren. Schließlich ist die die Höhle von Cannero, eine getreue Kopie der Grotte von Lourdes, nicht zu versäumen: im Jahr 1939 auf Wunsch des Pfarrers Don Luigi Borlandelli errichtet und konstantes Ziel der Volksfrömmigkeit ist sie Schauplatz zahlreicher religiöser Zeremonien – insbesondere am 11. Februar – Jahrestag der ersten Erscheinung der Madonna in Lourdes. Für ein wenig Entspannung empfiehlt sich schließlich ein Spaziergang in der Gegend, in der sich der neue Jachthafen befindet.
Ein Tipp: der Frühling in Cannero Riviera ist, mit der traditionellen Kamelien-Ausstellung und der historischen Veranstaltung “Gli Agrumi di Cannero Riviera” im März nicht zu versäumen.

Typische Önogastronomie
Am Lago Maggiore und Lago d’Orta ist der Protagonist der Süßwasserfisch. Die Forellen, der Barsch und die Renke oder Maräne, der Hecht, der Saibling, das Rotauge und die Ablette. Zudem werden verschiedene Honigsorten hergestellt. Bemerkenswert ist die Produktion von Zitrusfrüchten: insbesondere die Zitronen, aber auch Orangen, Zedern, Pampelmusen Aus diesen Früchten werden nach lokaler Tradition, Süßspeisen, Kekse, Tee, Liköre und Marmeladen hergestellt.

Beherbergung
www.distrettolaghi.it/ospitalita

Trekkingrouten
Empfohlene Slow Trek-Route: “Lago Maggiore: Monte Morissolo-Linea Cadorna” e “Lago Maggiore: Via delle Genti da Cannobio a Cannero Riviera
(Informationen und Details: www.distrettolaghi.it/de/percorsi)

Fahrradrouten
Empfohlene Fahrradrouten: “Slow Panorama: sulla Linea Cadorna del Verbano
(Informationen und Details: www.distrettolaghi.it/de/percorsi)

Zugänglichkeit
Empfohlene Route "For all" (in Cannobio, in der Nähe): Cannobio und Cannero
(Informationen und Details: www.distrettolaghi.it/de/percorsi)

Handwerk
Die Produktion der typischen Blumen des Lago Maggiore, mit besonderem Bezug auf die Hügel des Alto Vergante oberhalb von Arona, betrifft den hervorragenden Anbau von Azaleen, Rhododendren und Kamelien. Sie zeichnet sich durch den hohen Qualitätsstandard der Blumenproduktion aus und repräsentiert die bewusste Weiterentwicklung einer Tradition, die sich von einer spontanen Berufung in eine hochspezialisierte Tätigkeit verwandelt und somit das westliche Gebiet des Sees zu einem wahren Blumenzuchtbezirk gemacht hat.

Archivio Fotografico Distretto Turistico dei Laghi
Foto di Marco Benedetto Cerini

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