Slow Trekking
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b - SLOW TREK - n.15 Ossola: DIE ALTEN DÖRFER UM DOMODOSSOLA

DIE FOLGENDE ROUTE BEZIEHT SICH AUF DAS BUCH "SLOW TREK" IM DISTRETTO TURISTICO DEI LAGHI MONTI E VALLI: ES IST IM PAPIERFORMAT IN DEN FREMDENVERKEHRSBÜROS DER GEGEND ERHÄLTLICH UND ALS E-BOOK IN DER SEKTION UNSERER WEBSEITE ABRUFBAR.

Relativ einfacher Rundspaziergang vom Zentrum von Domodossola zu einem der Sacri Monti UNESCO-Weltkulturerbe, um die alten Dörfer, die zu der ehemaligen Gemeinde Vagna gehörten, zu entdecken.

Ausgangs- und Zielort: Domodossola Bahnhof FS (270 m)
Höchster Punkt: Vallesone (670 m)
Höhenunterschied: Etwa 400 m insgesamt
Entfernung: 8 km insgesamt
Wanderzeit ohne Pausen: 3 Stunden insgesamt
Art der Wege: gemischt (Wanderweg, asphaltierte und gepflasterte Straße, Waldweg)
Wegweiser: weiß-rote Schilder und Zeichen
Wasser: Brunnen in Domodossola, am Kalvarienberg, Sacro Monte Calvario und in einigen der Dörfer
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig, wenn kein Schnee liegt
Wie man hinkommt: beim Bahnhof FS Domodossola kostenfreie und kostenpflichtige Parkplätze. Mit dem Bus: Verbindungen zu den größeren Orten (www.comazzibus.com). Mit der Bahn: Strecken Mailand–Domodossola und Novara–Domodossola, Verbindungen auch mit der Schweiz (www.trenitalia.it)
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi www.distrettolaghi.it; Fremdenverkehrsbüro IAT – Piazza G. Matteotti, Domodossola, Tel. +39 (0)324.248265; Gemeinde Domodossola www.comune.domodossola.vb.it; Sacro Monte Calvario www.sacromonte-domodossola.com / www.sacromontecalvario.it

Die Tour

Vom Bahnhof Domodossola schlägt man Via Ferraris ein, die Richtung Stadtmitte führt. Man kommt nicht bis in das eigentliche Zentrum (das erst auf dem Rückweg besichtigt wird), sondern durch Via Fratelli di Dio, später Via Garibaldi daran vorbei. Man überquert die dreieckige Piazza Tibaldi, um dann Via Rosmini einzuschlagen (weiß/rote Schilder Sacro Monte Calvario), die später Via Mattarella wird (gelbe Schilder Monte Calvario Via Crucis). Fast am Berg angekommen erscheinen die ersten Kapellen des Sacro Monte, die ein wenig vom Stadtverkehr verschluckt werden. Erst nach der dritten Kapelle geht es endlich auf einer breiten und steilen Pflasterstraße, die für den normalen Verkehr gesperrt ist, bergan. So beginnt ein Weg zurück in der Zeit, über die ab 1657 errichteten Kapellen des Sacro Monte, die alle unterschiedlich sind und die mit Skulpturen in Menschengröße den Weg Christi nach Golgatha erzählen. Der Sacro Monte gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Bei der 6. Kapelle muss man sich rechts halten und weiter auf der gepflasterten Hauptstraße gehen, Am Sacro Monate angekommen wendet man sich nach links durch eine Tor, das zur Wallfahrtskirche und zum Konvent führt. Man kommt in einen schönen Garten (Toiletten, Bänke), der um den Turm und die Reste des Castello di Mattarella aus dem 6. Jh. angelegt wurde, von dieser im 15. Jh. zerstörten lombardische Burg aus kann man Domodossola aus der Vogelperspektive betrachten (413 m). Auf dem Rückweg aus dem Gelände des Sacro Monte kommt man auf den Parkplatz, von dem aus eine Treppe links ansteigt (Schild San Defendente A01a), die zu einer schönen ansteigenden Pflasterstraße führt. Wenn man sich umdreht, hat man einen schönen Blick auf den Gebäudekomplex des Sacro Monte. Man stößt auf eine Asphaltstraße, überquert sie und geht auf der gepflasterten Straße (San Defendente A01a) weiter, die nach einem weiteren Anstieg zu einer kleinen Brücke rechts führt. Geht man geradeaus weiter, kommt man auf einen steilen Wanderweg, der durch den Wald direkt zur Kirche San Defendente führt. Sehr viel weniger anstrengend ist der Weg, der nach der Brücke rechts zur Asphaltstraße geht. Man steigt auf der asphaltierten Straße bergan, bis zu der kleinen Kapelle Marisch und folgt dann weiter der ansteigenden Asphaltstraße zur weißen Kirche San Defendente (549 m). Genau vor dem Gebäude geht ein Wanderweg ab (Schild Vallesone). Der anfangs bequem ansteigende Weg führt dann steil hinauf durch einen schönen Buchenwald. Achten Sie auf eine gut sichtbare Gabelung, man muss hier nach links gehen, um zur Asphaltstraße zu kommen. Auf der asphaltierten Straße geht man nach rechts, vorbei an einem Bildstock und erreicht in Kürze das Dorf Vallesone. Der Ort ist besonders hübsch mit einem Brunnen (Wasserqualität nicht überwacht) und einer riesigen Holzpresse, vor allem aber erscheinen zahlreiche Kinder- und Tierformen an den unwahrscheinlichsten und merkwürdigsten Stellen. Dies ist der höchste Punkt der gesamten Strecke (670 m). Man geht am Oratorium San Gaudenzio vorbei und hinter dem Ort, kurz vor einer Kreuzung, wo sich die Bushaltestelle befindet, auf einem Waldweg rechts bergab weiter (Schild Motto). Diesen verlässt man jedoch schnell wieder, um einen Wanderweg links einzuschlagen (Schild Andosso). Der folgende, sehr angenehm gemächliche Abschnitt führt nach Andosso (Brunnen hinter dem schneeweißen Kirchlein). Man durchquert das Dorf und hält sich dann auf dem Feldweg rechts, wo es steil bergab weitergeht (Schild Prata D03a). Auf dem Wanderweg durchquert man einen schönen Wald, eine Furt und kommt dann gemächlicher nach Prata. In der Dorfmitte befindet sich ein aus einem ehemaligen Backofen gebautes Waschbecken, hier muss man aufpassen und sich rechts bergab halten (das Schild Vagna ist ein wenig versteckt). So erreicht man die Kirche und geht auf einem schönen Saumpfad an dem religiösen Gebäude vorbei (niedrig angebrachtes Schild Vagna). Auf diesem Saumpfad geht es ständig bergab, achten Sie auf die weiß-roten Streifen und die alten roten Punkte. So kommt man nach Maggianigo, dem alten Hauptort der früheren Gemeinde Vagna, wo man auf die gut sichtbare Kirche zuhalten muss (428 m). An dieser geht man vorbei und schlägt einen Saumpfad nach links ein (Schild Domodossola). Teils auf Saumpfad, teils auf Wanderweg steigt man im Zickzack schnell bergab und kommt auf die Via Ceschi im Randgebiet von Domodossola. Man geht nach rechts in die Via Chiovenda, an deren Ende man Via Vanoni links einschlägt. Man überquert Via Salvo D’Acquisto, um weiter an der Via Vanoni bis zur Via Di Vittorio weiterzugehen. Hier geht es nach rechts zu einem Kreisel (Achtung: der Bürgersteig endet!). Nach dem Kreisel geht man geradeaus durch die Via Giovanni Mauro, vorbei am Krankenhaus. Bei der ersten Ampel geht man nach links und dann nach rechts in die Altstadt. Das Zentrum von Domodossola ist Fußgängerzone und strahlt eine wunderschöne mittelalterliche Atmosphäre aus, mit prächtigen Gebäuden, kleinen Plätzen und engen Gassen. Durchstöbern Sie die Stadt auf der Suche nach den wichtigsten Bauwerken, der Stiftskirche Santi Gervasio e Protasio aus dem 18. Jh., den Arkaden aus dem 15. Jh. an der Piazza Mercato, die Palazzi Silva und Francesco. Nachdem man die Altstadt durchquert hat, kehrt man zum Bahnhof zurück und schließt die Runde.

Weitere Informationen

Vagna
Der Ort war eine selbständige Gemeinde bestehend aus den Dörfern, durch die man auf dieser Strecke kommt und wurde 1928 mit Domodossola zusammengelegt. Etwas Besonderes? Das Fest des Christuskindes, d. h. Weihnachten, ... im Juli! Dieser Brauch scheint auf das 17 Jh. zurückzugehen, als die Familienoberhäupter zur Weihnachtszeit fort waren und auf diese Weise die Möglichkeit hatten, das Christuskind im Sommer zu feiern.

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Kinderwagen sind nur vom Bahnhof FS bis zum Sacro Monte und in der Altstadt geeignet. Brunnen in den Dörfern, das Wasser ist aber oft nicht überwacht.

Ausarbeitung der Strecke: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Texte: Franco Voglino und Annalisa Porporato

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