Slow Trekking
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b - SLOW TREK - n.9 Lago Maggiore: DER SACRO MONTE VON GHIFFA

DIE FOLGENDE ROUTE BEZIEHT SICH AUF DAS BUCH "SLOW TREK" IM DISTRETTO TURISTICO DEI LAGHI MONTI E VALLI: ES IST IM PAPIERFORMAT IN DEN FREMDENVERKEHRSBÜROS DER GEGEND ERHÄLTLICH UND ALS E-BOOK IN DER SEKTION UNSERER WEBSEITE ABRUFBAR.

Wie alte Pilger auf Saumpfaden, vom Seeufer bis hinauf zu einem der Sacri Monti des Piemont und der Lombardei, die 2003 zu Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurden, vom schillernden Wasser in den dichten Kastanienwald.

Ausgangsort: Ghiffa, Anlegestelle (200 m)
Zielort: Sacro Monte (360 m)
Höchster Punkt: Cappella del Porale (470 m)
Höhenunterschied: Etwa 300 m insgesamt
Entfernung: 5,5 km insgesamt
Wanderzeit ohne Pausen: 2 Stunden insgesamt
Art der Pfads: gemischt (Wanderweg, Straße, Waldweg)
Wegweiser: Schilder, weiß-rote Punkte
Wasser: Brunnen in Ghiffa und am Sacro Monte
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig, wenn kein Schnee liegt
Hinkommen: 6 km entfernt von Verbania. In Richtung Locarno auf der Uferstraße. Parkplätze in der Nähe des Anlegers mit Parkscheibe (60 min) Freies Parken 650 Meter weiter Richtung Locarno. Mit dem Bus: Linie 3 Verbania-Cannobio-Brissago, Haltestelle Ghiffa und Linie 8 Intra-Ghiffa-Oggebbio, Haltestelle Ronco (www.vcotrasporti.it).
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi – www.distrettolaghi.it; Gemeinde Ghiffa - www.comune.ghiffa.vb.it; Verwaltung der Sacri Monti – www.sacri-monti.com; Spezialnaturschutzgebiet Sacro Monte SS. Trinità Ghiffa – www.parks.it/riserva.sacro.monte.ghiffa

die Tour

Von der Anlegestelle geht man ein Stück am See entlang mit dem Wasser zur Rechten, bis man vor der Kirche Santa Croce ankommt. Man steigt die Treppe hinauf und erreicht auf der rechten Seite einen Spielplatz mit Tischen und Sitzbänken. Links dagegen geht es hinauf zur Via Motti, der man nach rechts bis zu einer Kreuzung folgt, an der drei Straßen abgehen.

Wenn man sein Auto auf dem freien Parkplatz lässt, braucht man nur die Treppe hinaufzugehen, die am Parkplatzes beginnt und zu einem kleinen Oratorium führt und man kommt durch ein Gässchen zur selben Kreuzung.

Man geht bergauf (nach links, wenn man vom Anleger und nach rechts wenn man vom Parkplatz kommt) durch die enge Via Nigra bis zur asphaltierten Via Marconi, der man nach rechts bergan folgt.

Die Straße ist sehr schmal und eine Einbahnstraße bergauf. Auf eventuelle Autos achten!

Man gelangt nun im Ort Ronco zu einer breiteren Straße, Via Risorgimento. Der Weg geht nun über eine Treppe, die wenig weiter bergan auf der linken Seite beginnt, doch vorher sollte man noch einige Meter weiter zu der kleinen, zu einem Kloster gehörenden Kirche mit Natursteinfassade weitergehen.

Im Kloster SS. Trinità leben seit 1906 etwa fünfzig Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament. Wenn man die Kirche betritt, sollte man sich respektvoll benehmen: zu jeder Zeit sowohl tagsüber als auch nachts befindet sich hier mindestens eine Nonne zum Beten.

Von der Kirche geht man zurück, um die Treppe zur Kirche von Ronco und zur Piazza Fontane hinaufzusteigen. Man geht an dem religiöse Gebäude vorbei und bei einer T-förmigen Kreuzung dahinter nach links in die Via Torino (altes halb verwischtes Zeichen „Al Santuario“), um sofort danach rechts in die Via Careghetta einzubiegen. Diese Gasse ist sehr schmal und steigt an, bis zu einer weiteren T-Kreuzung. Hier geht es nach rechts weiter auf einem breiteren gepflasterten Weg, der schließlich in den Wald führt. Im Wald kommt man zu einer weiteren Gabelung. An diesem Punkt kann man beide Wege einschlagen, wir empfehlen hier geradeaus zu gehen und auf dem anderen Weg zurückzukommen. Man geht also weiter auf der gepflasterten Straße (bei Regen rutschig) und steigt schnell an, bis man zu einer anderen gepflasterten Straße kommt, der man nach rechts ansteigend bis zu den Gebäuden des Sacro Monte folgt.

Schon sehr viel früher gab es hier ein der Dreifaltigkeit gewidmetes Oratorium aus dem 12.-13. Jh. 1591 wird dieses Gebäude erwähnt und man kann noch heute im Schiff der heutigen Kirche auf der linken Seite die Reste sehen. In einer Freske ist die Christusfigur dreimal dargestellt (das Symbol der Dreifaltigkeit: drei gleiche aber verschiedene Personen). Zwischen dem 16. und 17. Jh. wurde dieser Standort mit dem Bau des Sacro Monte erweitert. Er besteht aus der Kirche SS. Trinità (von 1617) und den Kapellen der Krönung der Jungfrau Maria (von 1647), Johannes des Täufers (von 1659) und Abrahams (von 1703), sowie einem Arkadengang zum Schutz der Via Crucis von 1752, die auf einer Seite mit einer kleinen Kapelle abschließt.

Man folgt nun dem Weg für Behinderte, der vor Arkaden des Kreuzwegs zu einem überdachten Picknickplatz mit Tischen und Brunnen führt. Das offene Gelände um die heiligen Gebäude ist ideal zum Herumlaufen und Spielen für die Kinder (aber bitte ohne Lärm zu machen), da es keine besonderen Gefahren gibt.

Der Wald oberhalb des Sacro Monte ist seit 1987 Spezialnaturschutzgebiet.

Nach der wohl verdienten Pause mit Zwischen- oder Mittagsmahlzeit geht man auf dem naturalistischen Lehrpfad mit Tafeln in regelmäßigen Abständen (weiße Schilder „Cappella del Porale e Caronio“) weiter. Im ersten Teil befindet sich ein Weg für gehbehinderte Personen neben dem Pfad. Man verlässt diesen, um rechts auf einem unbefestigten Weg bergauf zu gehen (Schilder „Pollino“). Man kann den gesamten unbefestigten Weg gehen oder stattdessen links eine breite, sehr steile Abkürzung einschlagen. Beide Wege führen letztendlich zum selben Punkt, kurz vor der Gabelung, die zum Sacro Monte zurückführt. Bevor man weitergeht, sollte man noch einige Meter weiter Richtung „Pollino“ gehen, bis man die kleine Porale-Kapelle von 1797 mitten im kühlen Wald erreicht. Zurück an der oben genannten Gabelung geht man nun auf der breiten Piste, die in den schönen Kastanienwald hineinführt weiter und erreicht praktisch auf einer Höhe mit etwas höherem Verlauf die auf dem Hinweg eingeschlagene Straße. Man kommt nur an einer einzigen Gabelung vorbei, wobei man auf der ebeneren und breiteren Weg bleibt, der nach einem leichten Abstieg zu einem kleinen Kraftwerk führt.

Hier befindet sich der Anfang eines Trimmdichpfads, der auf einer Strecke von nicht ganz einem Kilometer achtzehn Station umfasst, teils Übungen an Geräten, teils Freikörperübungen.

Man geht rechts weiter, kommt an dem Kraftwerk vorbei und schlägt einen Wanderweg ein, der über Stufen steil bergab zum Sacro Monte zurückführt (Schild „SS. Trinità“ und weiß-rote Zeichen). Man erreicht wieder die Arkaden des Kreuzwegs und der Kapelle San Giovanni Battista, an denen man vorbeigeht, um nun den linken Wanderweg (Schilder „Cappella di Abramo“) hinunterzugehen, der ein Stück an der Asphaltstraße zur Kapelle des Erzvaters Abraham führt, die etwas abseits der anderen Bauwerke des Sacro Monte liegt. Man geht über die Kapelle hinaus auf einen gepflasterten Weg (Schilder „Ghiffa“), der in Kürze zu der auch auf dem Hinweg erreichten Verzweigung zurückführt. Von hier aus geht es nun auf demselben Weg zurück, wobei man eventuell die charakteristischen gewundenen Gassen der alten Ortsmitte von Ghiffa erforschen kann, die hinter der Kirche abgehen: Via Motti, Via Alessandro Volta, Via Soccorso, Via Taccioli.

weitere Informationen

Hutmuseum
Von 1881 bis 1981 gab es in der Gemeinde Ghiffa eine Filzhutfabrik, die Panizza, die heute noch tätig ist, aber in der Toskana arbeitet (www.panizza1879.com). Heute ist das ehemalige Werksgebäude ein Apartmenthotel mit zwei Sälen, die als Museum eingerichtet sind. Hier wird die Kunst des Hutmachens mit einer Ausstellung der Maschinen, mit Fotos und Drucken aus verschiedenen Epochen sowie Videos erläutert (www.museodellartedelcappello.it).

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Eine leichte Wanderung ohne Schwierigkeiten. Mit Babys im Kinderwagen kann man im Auto bis zum Sacro Monte hochfahren und den Weg für Behinderte nehmen. Spielplatz hinter der Pfarrkirche in Ghiffa und Gelände des Sacro Monte mit Felsen zum Klettern und Bäumen zum Verstecken, Trimmdichpfad mit vielen Anregungen, bei denen die kleinen Wanderer ihre Energie ablassen können.

Wegmacher: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Autoren von Texten: Franco Voglino und Annalisa Porporato

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