Slow Trekking
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b - SLOW TREK - n.8 Lago Maggiore: MOTTARONE – STRESA

VORSICHT: SEILBAHN STRESA-MOTTARONE ZURZEIT NICHT BEFAHRBAR

DIE FOLGENDE ROUTE BEZIEHT SICH AUF DAS BUCH "SLOW TREK" IM DISTRETTO TURISTICO DEI LAGHI MONTI E VALLI: ES IST IM PAPIERFORMAT IN DEN FREMDENVERKEHRSBÜROS DER GEGEND ERHÄLTLICH UND ALS E-BOOK IN DER SEKTION UNSERER WEBSEITE ABRUFBAR.

Gerade Strecke von der Bergen zum See, die am Panoramagipfel des Mottarone beginnt und zum Ufer des Lago Maggiore führt, von Nadelbäumen zu Palmen!

Ausgangsort: Gipfel des Mottarone – Bergstation des Sessellifts (1492 m)
Zielort: Stresa, Ortsteil Carciano – Talstation der Seilbahn (200 m)
Höchster Punkt: Gipfel des Mottarone (1492 m)
Höhenunterschied: -1300 m nur bergab
Entfernung: 12 km
Wanderzeit ohne Pausen: 4 Stunden und 30 Minuten. Einen ganzen Tag einplanen.
Art der Wege: gemischt (Wanderweg, asphaltierte Straße, Waldweg)
Wegweiser: gelbe und/oder weiß-rote Schilder „VL1 – L1 – Stresa“; weiß-rote Zeichen
Wasser: Brunnen in den Ortschaften
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig, wenn kein Schnee liegt
Wie man hinkommt: Stresa liegt an der Westküste des Lago Maggiore. 7,5 km von der A26, Ausfahrt Carpugino. Parkplätze am Piazzale Lido in Carciano (kostenpflichtig) und am Bahnhof FS. Mit dem Bus: Linien Verbania–Mailand und Omegna–Arona (www.safduemila.com); Linie Novara–Domodossola (www.stnnet.it). Mit der Bahn: Mailand–Domodossola, Bahnhof Stresa (www.trenitalia.com). Mit dem Schiff: Linien Arona–Locarno und Locarno–Arona (www.navigazionelaghi.it). Von Carciano di Stresa Seilbahn alle 20 Minuten, Fahrtdauer etwa 20 Minuten (www.stresa-mottarone.it).
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi www.distrettolaghi.it; Fremdenverkehrsbüro IAT – Piazza Marconi 16, Stresa, Tel. +39 (0)323.30150 www.stresaturismo.it; Gemeinde Stresa www.comune.stresa.vb.it

Die Tour

Wegen des großen Höhenunterschieds, den man Kindern nicht zumuten kann, geht die Wanderung vom Mottarone in 1492 Meter Höhe nur bergab. Man kann den Gipfel auch mit dem Auto erreichen, aber in diesem Fall müsste man dann wieder dorthin zurück, deshalb schlagen wir die Seilbahn vor, die sicher Kindern mehr Spaß macht. Ausgangspunkt ist also der Lido in Stresa, Ortsteil Carciano. Hier beginnt der erste hellblaue Abschnitt, der in wenigen Minuten von 200 Meter Höhe am Seeufer auf 800 Meter Höhe zum Ort Alpino führt. Mit Kleinkindern sollte man hier eine Pause machen, damit sie sich an den plötzlichen Höhenunterschied gewöhnen können. Man kann diese Zeit nutzen, um den botanischen Garten Alpinia zu besuchen, der nur 500 m von der Station entfernt an der abwärts führenden Asphaltstraße liegt.
Der 1934 eröffnete botanische Garten verfügt über mehr als tausend Pflanzenspezies nur aus dem Alpenraum. Man kann den Besuch auch auf dem Weg vom Gipfel abwärts einplanen, denn die Strecke geht direkt daran vorbei (www.giardinobotanicoalpinia.altervista.org).
Ein zweiter weiß-roter gekennzeichneter Abschnitt führt zur Bergstation auf 1385 Meter Höhe. Von hier aus erreicht man den wirklichen Gipfel durch eine weitere Fahrt im Sessellift, die im Ticket für die Seilbahn enthalten ist, oder man geht 10 Minuten zu Fuß auf Asphaltstraße und Wanderweg Auf dem Gipfel angekommen eröffnet sich ein überwältigender Blick auf Lago Maggiore und Ortasee sowie die Seen von Varese und Mergozzo, vor dem Hintergrund der Alpenkette, aus welcher der Monte Rosa hervortritt. Nachdem man das Panorama ausgiebig bewundert hat, beginnt man den Abstieg auf der Betonstraße, die bei der Schlittenbahn Alpyland anfängt.
Seit 2010 bietet der Gipfel des Mottarone diese 1200 m lange Adrenalinabfahrt mit dem Schienenbob (www.alpyland.com)!
Der steil abwärts führende Fußweg stößt auf die Fahrstraße, von dort schlägt man, den weiß-roten Wegweisern folgend, die zweite Asphaltstraße rechts ein, an der man manchmal Gleitseglern beim Start zusehen kann. Man kommt unterhalb einer kleinen Kirche vorbei, die Maria im Schnee gewidmet ist und erreicht die Bergstation der Seilbahn. Man nimmt die als Fußweg gekennzeichnete grasbewachsene Piste, die absteigend unter der Seilbahn hindurchführt und folgt den weiß-roten Streifen und den mal gelben, mal weiß-rot Schildern L1 und VL1. Nach einem anfangs gemächlicheren Stück im Wald wird die Straße nun steil und steinig. Ein ganz kleiner Umweg führt zum Oratorium Sant’Eurosia, einer eindrucksvollen aber etwas bröckelige Ruine, mit Kindern sollte man hier nicht zu lange verweilen. Nachdem man ein einzelnes Gebäude erreicht hat, wird der Weg etwas gemächlicher und sanfter. Bei Alpe Giardino, einigen verlassenen Gebäuden, wandert man durch einen stillen Fichtenwald, der dann zu einem Buchenwald führt und am Ende dieser Straße zu dem schönsten und eindrucksvollsten Wegstück mit einigen mächtigen Bäumen und verwunschenen Ausblicken. Nach der Schranke kommt man auf einer breiten Piste bis zur Station der Seilbahn in Alpino.
Hinweis: Beachten Sie, dass es von hier aus noch ein langer Weg ist, wenn die Kinder müde sind, kann man auch mit der Seilbahn nach Stresa zurückfahren.
Man geht auf der Asphaltstraße bergab, bis man am botanischen Garten vorbeikommt. Nach etwa 500 Metern folgt man den weiß-roten Zeichen auf einem kleinen Weg links, der sehr steil auf eine Piste führt, der man nach links folgt, wobei man durch Kastanienwälder an den Gärten einiger Villen entlang geht. Auf der Asphaltstraße angekommen, folgt man weiter den farbigen Streifen und Schildern auf der stark abwärts führenden Asphaltstraße (Fahrradverbot und Schrift „downhill“), die schnell zur Ortschaft Levo führt. Ein doppeltes Schild weist nach „Stresa“ auf zwei verschiedenen Wegen. Geht man nach rechts, kommt man an dem romanischen Oratorium Santi Giacomo e Filippo aus dem 11. Jh. mit Fresken aus den 16. Jh. vorbei. Auf der Landstraße angekommen, überquert man diese nach links, und schlägt die Straße rechts kurz vor einer Bar ein, die hinunter bis zur Pfarrkirche (Brunnen) führt. Hinter dem religiösen Gebäude befindet sich ein schöner Spielplatz. Hinter der Ortschaft geht es auf einer größeren Straße weiter, der man nur ein kleines Stück bergab folgt (auf den Verkehr achten), um sie dann sofort hinter einem Restaurant wieder zu verlassen. Wieder auf einer ruhigeren Straße geht es steil bergab bis zu dem Kirchlein San Bernardo aus dem 12. Jh. in der Ortschaft Someraro. Man geht rechts weiter bergab. Nachdem man die Straße überquert hat, geht es auf einem kleinen Weg weiter steil bergab. Die farbigen Zeichen sind seltener, doch die Abzweigungen gut markiert. Die Asphaltstraße ist schmal und ohne Bürgersteig, zum Glück ist sie nur wenig befahren. An den Zäunen einiger Villen vorbeikommt man schließlich zu einer Ampel, nach der man auf einer angenehmen Straße die Talstation der Seilbahn erreicht.

Weitere Informationen

Der Blick
Der Blick, den man vom Mottarone genießt, ist atemberaubend. Man bedenke, dass die New York Times im Jahr 1954 den Blick auf die Borromäischen Inseln und den Lago Maggiore vom Ort Alpino wie auch vom Gipfel aus, zu den zehn eindrucksvollen Panoramen weltweit zählte.

Die alte Eisenbahn
Die beschriebene Strecke verläuft an vielen Stellen auf der Trasse einer alten Eisenbahn. Denn von 1911 bis 1963 konnte man mit einer elektrischen Zahnradbahn auf den Mottarone fahren. Diese Strecke wurde eingestellt und 1970 durch die Seilbahn ersetzt. Heute findet man auf dem Gipfel den Schienenbob, doch Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine Bobpiste, die zur Auffahrt die Bahntrasse nutzte.

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Diese Strecke ist ziemlich lang und nur für Kinder geeignet, die an das Wandern gewöhnt sind. Für Kinderwagen nicht geeignet.

Ausarbeitung der Strecke: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Texte: Franco Voglino und Annalisa Porporato

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