Slow Trekking
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b - SLOW TREK - n.13 Mergozzo-See: MERGOZZO-MONTORFANO

DIE FOLGENDE ROUTE BEZIEHT SICH AUF DAS BUCH "SLOW TREK" IM DISTRETTO TURISTICO DEI LAGHI MONTI E VALLI: ES IST IM PAPIERFORMAT IN DEN FREMDENVERKEHRSBÜROS DER GEGEND ERHÄLTLICH UND ALS E-BOOK IN DER SEKTION UNSERER WEBSEITE ABRUFBAR.

Sehr netter Spaziergang, von den mittelalterlichen Gassen des Ortes Mergozzo am wundervollen gleichnamigen See entlang, auf einem alten Saumpfad bis zur ehrwürdigen romanischen Kirche von Montorfano mit einer einzigartigen Aussicht auf den Lago Maggiore.

Ausgangsort: Mergozzo Uferpromenade (200 m)
Zielort: Montorfano (335 m)
Höhenunterschied: Etwa 150 m, nur Hinweg
Entfernung: 3 km nur Hinweg
Wanderzeit ohne Pausen: 1 Stunde, nur Hinweg
Art der Pfads: gemischt (Straße, gepflasterter Weg)
Wegweiser: Schilder „Sentiero Azzurro“
Wasser: Brunnen in Mergozzo und in Montorfano
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig.
Hinkommen: 10 km von Gravellona Toce und 21 km von Verbania. In beiden Fällen erst Richtung „Fondotoce“, dann „Mergozzo“. Parkplätze an der Landstraße SP54. – Mit dem Bus Haltestelle Mergozzo der Linie 5 Verbania-Domodossola (www.vcotrasporti.it). Mit dem Zug, Bahnhof Mergozzo auf der Strecke nach Domodossola.
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi – www.distrettolaghi.it; IAT Fremdenverkehrsbüro – Corso Roma 20, Mergozzo - Tel. +39 0323.800935; Gemeinde Mergozzo – www.comune.mergozzo.vb.it

die Tour

Bevor man den Spaziergang an der Uferpromenade beginnt, sollte man durch die Gassen von Mergozzo wandern, die von der Kirche Assunta aus dem 17. Jh. abgehen. Der große Bau scheint wie eingezwängt in die engen Gassen, eine feierliche Treppe führt hinauf zum Portikus und zu einem von Arkaden geschützten Kreuzweg aus dem 19. Jh. neben der Kirche. Gleich in der Nähe befindet sich die schöne Kirche Santa Marta in rein romanischem Stil aus dem 12. Jh. (Brunnen), ganz in der Nähe der Uferpromenade.

Die Uferpromenade bietet Sitzbänke, ausgedehnte Fußgängerbereiche und eine Ulme, die mindestens fünfhundert Jahre alt zu sein scheint! Am Wasser angekommen, wendet man sich nach rechts bis zur Via Borzoni (braunes Schild „Sentiero Azzurro“) und dann sofort nach links. Nun steigt man auf einer gepflasterten Treppe hinauf. Am Ende der Treppe schlägt man links die Via Maffioli ein und erreicht das Oratorium Santa Elisabetta von 1623 (Brunnen). Hinter dem Oratorium geht es ein kleines Stück nach links, dann in die Via Nostrani und gleich danach rechts in die Via Montorfano. Bergan folgt man über breite und tiefe Stufen den Schildern „Sentiero Azzurro“. Nun geht man weiter bergan auf einer Asphaltstraße, vorbei an Einfamilienhäusern die dann zu einem verwirrend viel markierten Waldweg wird (Schilder, weiß-rote Zeichen, blaue Punkte, gelbe Pfeile). Wenn der Weg endlich zu einem gepflasterten Pfad wird, gibt es keinen Zweifel mehr und man wandert weiter im Schatten zwischen Trockenmauern. Nach dem Anstieg erreicht man eine breitere gepflasterte Straße und folgt den Schildern nach links, gleich danach nochmals nach links, leicht bergab zum Mergozzo-See mit Bänken und Brunnen.

Der Wanderweg führt an der Nordseite des gerade eben 794 Meter hohen Bergs Montorfano entlang. Das Besondere ist aber, dass er aus einem einzigen weißen Granitblock besteht, daher die vielen Steinbrüche, an denen seit Jahrhunderten gearbeitet wird. Aus diesem weißen Granit aus Montorfano wurden die Säulen der Kirche San Paolo Fuori le Mura in Rom gehauen.

Der Pfad verläuft angenehm allmählich ansteigend, immer mit Blick auf den See. Nach einem steileren Anstieg erreicht man eine asphaltierte Straße.

Wenn man mit dem Zug und nicht zu Fuß zurückkehren möchte, muss man hier nach rechts gehen und kommt zum Bahnhof auf der Stecke Verbania-Pallanza.

Man geht und auf der Asphaltstraße nach links bergan, vorbei an dem kleinen Friedhof und erreicht einen Parkplatz. Hier nimmt man den Waldweg nach rechts, der zu den Wiesen vor der schönen romanischen Kirche San Giovanni in Montorfano (Brunnen und Tische) führt, die sich isoliert in ihrer architektonischen Reinheit erhebt.

Diese Kirche stammt aus dem 11.-12. Jh. und steht auf den Überresten eines religiösen Gebäudes aus dem 9. Jh. Neuere Grabungen haben sogar die Fundamente einer sehr viel ältere Kirche aus dem 5.-6- Jh. ans Licht gebracht. Die Kirche ist zur Messe geöffnet.

Nach der Besichtigung des eindrucksvollen Gebäudes steigt man weiter bergan bis zu einem von Steinen begrenzten Übergang in Richtung des Feldwegs auf der linken Seite, der zum Belvedere über den Lago Maggiore ansteigt. Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke.

weitere Informationen

See oder Golf?
Die Gegend des Lago Mergozzo ist bereits seit uralten Zeiten bewohnt, die Fundstücke gehen bis 6000 v. Chr. zurück. Doch zu jener Zeit war dies ein Golf des Lago Maggiore. Der See ist entstand erst im 15. Jh, wie es scheint durch „Verschulden“ des Toce-Flusses, der nach und nach so viel Geröll mit sich geführt hatte, dass sich ein Damm bildete, der die beiden Seen heute voneinander trennt.
Archäologisches Museum und Granit-Museum
Es befindet sich in der Via Roma 8 in Mergozzo und verfügt über eine Sammlung über zwei Stockwerke mit Fundstücken von der Urgeschichte bis zur Römerzeit. In einem der Räume dagegen wird die Geschichte des Granits und der entsprechenden Bearbeitungsverfahren erläutert (www.ecomuseogranitomontorfano.it). Ganz in der Nähe liegt Candoglia, der alte Steinbruch, wo man die Marmorverarbeitung nachvollziehen kann. Interessant: Der Marmor wurde zum Bau des Doms von Mailand verwendet.

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Ein einfacher Spaziergang, jedoch wegen des Bodens ungeeignet für Kinderwagen.

Wegmacher: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Autoren von Texten: Franco Voglino und Annalisa Porporato

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