Domodossola
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Simplonstrasse

Der Simplonpass oder der Simplon ist ein alpinistischer Passübergang im Kanton Wallis der Schweiz, mit einer Höhe von 2.005 verbindet er das Saltina-Tal (vom Bach Saltina durchflossen) mit dem Divedro-Tal (vom Bach Diveria durchflossen) die jeweils zu den Flussbecken Rodano und Toce gehören. Der Pass ist auf konventionelle Weise der Grenzpunkt der Alpen Lepontine im Osten und der Alpen Pennine im Westen. Der Simplonpass ist bekannt für die historische Verbindungsstrasse die Domodossola mit Briga verbindet sowie mit dem Tunnel des Simplons, der ein eindrucksvolles Werk der Bahntechnik ist, und seit 1906 Iselle von Trasquera mit Briga verbindet. Auf dem Hügel des Simplons findet man das Altersheim des Simplons das von den Kanonikern des großen Sankt Bernhards gewollt und 1666 erbaut wurde. Das Heim kann bis zu 130 Personen beherbergen.
Auf der Südseite überragt das vergletscherte Fletschhorn die Passstrasse.
Auf dem Pass gibt es zwei natürliche Seeen, den Rotelsee hinter dem Hospiz sowie den Hopschelsee, der auf der anderen Talseite liegt. In den letzten Jahren sind noch zwei künstlich angelegt worde
Um die Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Pass vom Inhaber des Salzmonopols Kaspar Jodok von Stockalper ausgebaut. Auf der Passhöhe errichtete er den Spittel und in Gondo ein Lagerhaus, den sogenannten Stockalperturm. Die Ware wurde in dieser Zeit mit Maultieren über den Pass geführt (das sogenannte Säumen). Diese traditionelle Methode des Warentransportes war im Wallis bis ins 20. Jahrhundert gebräuchlich.
Der Pass bekam seine überregionale Bedeutung erst, nachdem Napoleon I. 1801–1805 eine befestigte Passstrasse hatte bauen lassen, um den Pass für seine Artillerie befahrbar zu machen. Seit dieser Zeit war der Simplon mit Postkutschen befahrbar. 1801 wurde auf Napoleons Befehl mit dem Bau des Simplon-Hospizes begonnen, und 1831 wurde er durch die Augustiner-Chorherren des Hospizes auf dem Grossen St. Bernhard vollendet.
Bei der Planung des Nationalstrassennetzes Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Passstrasse als A9 ins Nationalstrassennetz aufgenommen und in den 70er und 80er Jahren durch den Bau von zahlreichen Brücken, z.B. Ganterbrücke und Galerien, wintersicher ausgebaut. Heute gilt der Simplon als der bestausgebaute Passübergang der Schweiz. Obwohl es sich bei der Simplonstrasse um eine Nationalstrasse handelt, kann der Pass mit dem Fahrrad befahren werden.

Il traforo del Sempione

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