In der sozialen Genossenschaft “La Prateria”, also in der Region Nosere in Domodossola, wurde eine landwirtschaftliche Aktivität und eine Stallung aufgebaut.
In Zusammenarbeit mit der GEA (Guide Equestre Ambient) und mit dem Verband der Zentren des V.C.O. in Gravellona Toce und Domodossola, werden auf dem Reithof Reitlektionen für den Gebrauch des Pferdes bei Ausflügen erteilt. Die Hippotherapie und das Reiten sind für Behinderte kostenlos.
In der Prateria kann man verschiedene Aktivitäten ausüben, für Anfänger (Reitstunden: 18 €, geführte Ausflüge zu Pferd: 1 Stunde 18 €) und für Experten (halber Tag 40 €, einen Tag mit inklusive Mittagessen 80 €, organisierter Trekking mit externen Übernachtungen). (Für Reservierungen wenden Sie sich an Max unter der Nummer 348/2834179).
Ich rufe Max an und reserviere meinen Ausritt für einen Montagmorgen Ende Juli. Als ich ankomme wird mir ein Pferd verliehen und ich bereite es vor. Dies ist einer der Momente den ich am liebsten habe, weil die Pflege des eigenen Pferds ermöglicht einen ersten Kontakt herzustellen: es ist ja auch kein Motorrad und auch kein Fahrrad, man springt in den Sattel und los geht’s! Federica und Max geben auch Anfängern die Möglichkeit das Pferd vorzubereiten indem sie sehr detailliert erklären wie man es sauber hält und sattelt, mit Beaufsichtigung aller Handlungen.
Ich und Federica reiten aus dem Rennstall heraus und machen uns auf den Weg in Richtung Weide, entlang an den zwei externen Arbeitsfeldern. Wir halten hier einen Augenblick, um unsere Freunde zu grüssen die auf den Feldern arbeiten (wir sind Sprungbereit!) und dann reiten wir weiter in Richtung Fluss Toce.
Von der Stallung aus, ist der Fluss entlang verschiedener Wege oder von ausgehobenen Strassen aus erreichbar. Das Terrain ist flach und ist deswegen für alle geeignet! Die Aufstiege und die Abstiege verlangen tatsächlich eine größere Stabilität im Sattel, damit sie auf die beste Weise bewältigt werden, vor allem ohne den Rücken von denjenigen zu schaden, der uns mit viel Geduld auf seinem Buckel trägt!!!
Wir haben etwa fünfzehn Minuten gebraucht um das Gebiet des Toce zu erreichen. Es ist ein ausgesprochen schwüler Tag, so…
entscheiden ich und Federica eine kurze Pause zu machen um unsere Pferde ein bisschen grasen zu lassen…
Wir steigen von unseren Pferden ab um einen Teil des Flusses zu überqueren, und nutzen die Gelegenheit einige Fotos zusammen mit Lady und Danina zu schießen.
Dieses Gebiet der Toce-Ebene wird „Dreibrücke“ genannt. Es ist sehr eindrucksvoll sich inmitten dieser Natur mit unseren Pferden zu befinden… man ist weit weg vom Arbeitsstress, vom Stadtverkehr, von Handys die andauernd klingeln. Es scheint sich auf einem anderen Planeten zu befinden… alles in allem: ein kleines Paradies!
Jedes Mal wenn wir während des Trekkings eine Pause einhalten, suchen wir einen kühlen Ort wie diesen.
Das fruchtet für den Menschen, und nicht nur!
Wir steigen wieder auf den Sattel und fahren mit dem Rundgang fort. Wir müssen eine kleine Furt meistern, aber das ist kein Problem da die Pferde die Prateria gut kennen und sie sind es gewohnt die Wasserläufe zu durchqueren.
Wir müssen uns immer daran erinnern unsere Pferde nicht in „Gewässer das wir nicht kennen“ zu tränken… Flüsse und Bäche sind oft von Industrieentladungen verseucht, deswegen ist es besser in die Stallung zurück zu reiten, oder, wenn nötig, einen Brunnen zu suchen!
Gegenüber einer grünen Fläche konnten wir nicht standhalten und haben unsere Gangart gewechselt… Angesichts der Uhrzeit (fast Mittag) und angesichts der Temperatur (!?!) haben wir nicht übertrieben und wir haben uns nur einen Trabgang erlaubt. In dieser Hitze zu galoppieren hätte uns erfrischt, aber sicherlich nicht unsere Pferde.
Ich glaube das es in diesem Sport sehr wichtig ist sich zu erinnern das man zu zweit ist, und an sich selber und an unser Pferd denken sollte. Ich habe zu oft Gelegenheits-„Reiter“ gesehen, die gedacht haben das sie die Reinkarnation eines Cowboy sind und haben so ihr Pferd ans Ende ihrer Kräfte gebracht.
Für mich sind diese herrlichen Tiere Freunde, und ohne zu übertreiben und zu vermenschlichen, ich denke einfach das sie nicht wie „Bestien“ behandelt werden sollten aber wie Lebewesen denen man Respekt zollt!
Was die „Reinkarnierten Cowboys“ betrifft… beschränke ich mich auf eine Zitierung:
„Der Herr des Ross soll umgänglich sein, sonst ist es unfolgsam und widerspenstig unter einem Flegel!!!“
Hier sind wir auf dem Fahrradweg der an der Bundesstrasse des Simplon entlang führt, dank einer kleinen Abzweigung auf der rechten Seite, ist es möglich an das Ufer des Toce runter zu reiten!
Die Prateria ist im Projekt Natura Life eingefügt und während der Sommerzentren für Jugendliche organisiert sie die Aktivität Bird-Watching. Das Europäische Netz Natur 2000, ist das Netz der natürlichen und halbnatürlichen Gelände in Europa, die als hohen biologischen und naturalistischen Wert anerkannt wurden. Eines der Hauptziele des Netz Natura 2000 ist die Erhaltung und die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts die das natürliche Ökosystem regulieren, die Artenvielfalt schützen und die nachhaltige Entwicklung fördert. Das Kiesbett des Toce zwischen Domodossola und Trontano, im Norden, und Vogogna und Pieve Vergonte im Süden, wurde von der Europäischen Union als Bedeutende Stätte der Gemeinschaft, und als besondere Schutzzone bestimmt, mit der Benennung „Kiesbett des Toce zwischen Domodossola und Villadossola“. Das Gebiet ist besonders bedeutend für seine Fisch-Fauna, mit Arten von großem Interesse wie die Marmorataforelle und das Oberitalienische Neunauge, für die Vogelwelt, für den Nestbau und als Wanderin (Graureiher, Schwarzmilan, Seidenreiher, Eisvögel, Bachstelze, Uhu, europäische Bulldogfledermaus, Flussregenpfeifer), und für die Anwesenheit zahlreicher Ambiente von großer Bedeutung, deren Habitat in „natürlich“ und „halb-natürlich“ unterschieden wird.
Das Durchreiten im Wasser ist sehr erfrischend für die Pferde weil das kühle Wasser auf den Beinen die Körpertemperatur senkt.
Leider ist schon eine Stunde vergangen und wir müssen zurückkehren, auch weil es Mittagessenzeit ist (für alle Vier!?).
Federica lässt Danina direkt in den externen Paddocks während ich im Reitstall Lady absattle.
Der Treffpunkt ist im Restaurant! In der Tat ist die Prateria auch ein Agrotourismus. Hier kann man selbst angebaute Produkte von der Genossenschaft verkosten, typische Gerichte der Küche Ossolas die in einem charakteristischen und gemütlichen Ambiente serviert werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausgezeichnet: der Preis von einem Mittagessen, von der Vorspeise bis zum Nachtisch ist 20 €! Das Restaurant ist Freitags, Samstags und Sonntags geöffnet und auf Reservierung auch an anderen Tagen.
Es ist außerdem möglich Produkte vom Gartenbau zu kaufen, in Öl und Essig eingelegt, süß-saure Produkte, Marmeladen (alles streng „Bio“) - die gleichen werden für die anliegende Bar und Restaurant genutzt.
Weitere Informationen www.prateria.it







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