Eine unvergessliche Rundfahrt mit der Eisenbahn und der Fähre - um in nur einen Tag, das ganze Gebiet des Lago Maggiore, die Berge der Schweiz und das Ossola zu umarmen. Eine Reise, die reich an Kontrasten ist, die es erlaubt die schönsten Ortschaften die sich am piemontesischen Ufer des Lago Maggiore befinden, zu bewundern. Man besichtigt die modische Stadt Locarno auf Schweizer Gebiet, um dann mit dem kleinen elektrischen Zug entlang der wilden Centovalli hinaufzuklettern, um dann das sanfte Valle Vigezzo zu erreichen. Eine Pause in Santa Maria Maggiore, um den Ort der Schornsteinfeger aufzusuchen und dann mit der Fahrt bis nach Domodossola fortfahren, graziöse Kleinstadt mit einem mittelalterlichen Ton den es zu entdecken gilt. Und zuletzt, am Ende des Tages, die Rückkehr zum Ort der Abreise - mit der italienischen Eisenbahnlinie.
Die Fahrt mit dem Lago Maggiore Express kann von verschiedenen Ortschaften aus begonnen werden. Es gibt zwei verschiedene Tickets: das Sonderticket, dass einen Tag gültig ist und einen Zwischenaufenthalt am Lago Maggiore, Stresa, Isola Bella, Ascona, Locarno, Valle Vigezzo oder das Centovalli einschließt; oder ein Ticket das zwei Tage gültig ist. In diesem Falle sind die Zwischenstopps am Lago Maggiore (Stresa, Isola Bella, Ascona, Locarno), wie auch im Valle Vigezzo und Centovalli. Es ist dann möglich in einer der Ortschaften entlang der Reiseroute zu übernachten und sich ein Wochenende nach Maß zu gestalten.
Unsere Abreise beginnt mit der italienischen Eisenbahnlinie von Domodossola die uns nach Stresa bringt, wo am Landungssteg in Verbania das Motorschiff auf uns wartet, das eines der größten Fahrzeuge der Flotte der Navigation auf dem Lago Maggiore ist. Sie ist eine bidirektionale Fähre, die 1986 erbaut wurde und 54 Meter lang ist, und eine Schnelligkeit von 22 km pro Stunde erreicht. Sie kann 1.100 Passagiere tragen: 600 Sitzplätze und 500 Stehplätze. Sie ist mit einem Restaurant ausgestattet dass gute 360 Plätze mit Tischen hat und ein Touristisches Menü von nur 15 Euro anbietet.
Auf uns warten etwa 3 Stunden Schiff-Fahrt auf den Lago Maggiore: es ist ein prächtiger Tag, die Sonne ist warm und der See ist flach wie ein Tisch. Es ist wirklich eindrucksvoll sich auf einen der Plätze im äußeren Bereich zu setzen und von der Brücke aus die Landschaft zu bewundern. Die pünktliche Abreise schenkt uns sofort einen Laufsteg der Seepromenade von Stresa, mit ihren luxuriösen Hotels reich an Geschichte, wo Persönlichkeiten, Literaten, Künstler und Staatschefs, von gestern und von heute, übernachtet haben.
Die Reise geht weiter und zieht an den Borromäischen Inseln, an Baveno und den Golf von Feriolo vorbei bis wir Verbania Pallanza erreichen.
Man sonnt sich, plaudert und schießt so manche Fotos. Die Fahrt ist wahrhaftig wie eine Kreuzfahrt und ermöglicht es, in Ruhe die umliegende Landschaft zu bewundern. Dann kann man auch entlang der Brücken spazieren und auf die Mittagessenszeit warten.
Man erreicht Verbania Intra und steuert in Richtung Schweiz zu. Viele der Passagiere gehen Mittag essen und auf der externen Brücke bleiben wegen der steilen Sonne nur wenige Personen.
Das Restaurant, das von der Gruppe „Styl Restaurant“ geführt wird, bietet ein typisches Menü zu einem touristischen Preis (15 Euro) an: man kann Seefisch und andere Delikatessen aus unserem Gebiet kosten, die am gleichen Vormittag in der Boardküche zubereitet werden. Es ist zu empfehlen gleich bei der Einschiffung zu reservieren: das Restaurant wird besonders in der Hauptsaison sehr geschätzt und ist immer ausgebucht.
Wer es aber bevorzugt kauft sich ein belegtes Brötchen an der Bar oder nimmt sein Lunchpaket an einen der kleinen Tische auf dem Schiff ein.
Wir kommen an Ghiffa vorbei und erreichen Luino am Ufer von Varese, wo andere Passagiere zusteigen, und kurz nach Mittag kommen wir in Cannero an und bewundern die Schlösser die aus dem Wasser herausragen.
Cannero ist eine der letzten Ortschaften am Lago Maggiore in Italien. Es hat ein mildes Klima und eine üppige Vegetation - typisch mediterran. An seinen Ufern wachsen tatsächlich blühende Zitronenpflanzen, Zedern, Olivenbäume und Mimosen. In den warmen Sommermonaten sind die Schlösser Ziel von zahlreichen Wasserfahrzeugen die in diesen Kristallgewässer noch ihren Anker setzen.
Wir erreichen danach Cannobio, an der Mündung des Val Cannobina. Die Fähre macht einen Halt, und andere Passagiere, die in die Schweiz möchten, schiffen sich ein. Cannobio, bekannt für seinen Lido, ist eine graziöse Kleinstadt, dessen kleines Zentrum von klarer mittelalterlicher Prägung, die jeden Sonntag wegen seines großen Markts Touristen anzieht. Von beträchtlichem Interesse ist auch die kollegiale Kirche von San Vittore aus dem 16. Jahrhundert, der Justizpalast und die Wallfahrtskapelle der Santissima Pietà, Ort zur Erinnerung and das Wunder vom 8. Januar. Symbol der Kleinstadt ist ein Löwe aus Stein, der von einem lokalen Künstler gemeißelt worden ist, Giovanni Branca, der dann zum Symbol der Schlacht, die die Einwohner Cannobios 1859 gegen die Österreicher begannen, wurde.
Wir befinden uns an der Grenze und fahren in die Schweiz rein. Die erste Ortschaft auf die wir treffen ist Brissago, bekannt für ihre üppigen Inseln.
Die Gewässer von Brissago sind auch ein Paradies für die Liebhaber des Surf, dass man an den zahlreichen Brettern und Segeln, die an den Inseln angelegt sind, sehen kann.
Nach Brissago erreichen wir Ascona, eine anmutige Stadt mit einer schönen Seepromenade, viele Lokale und kleine Restaurants die auf den kleinen Marktplatz zeigen..
Unsere Rundfahrt, die drei Stunden gedauert hat, ist fast zu Ende und wir können schon Locarno erblicken, dass im Vergleich zu anderen italienischen Ortschaften, die vom See aus fast einer Metropole ähnelt. Auch die Architektur der Gebäude ist wesentlich anders, typisch schweizerisch und die hohen Gebäude ragen direkt am See empor.
Wir legen am Hafen von Locarno an und uns wird klar wie viele Personen mit uns gereist sind und sind beeindruckt: andererseits, das ist die Ferienwoche Mitte August!
Am Festland angekommen gibt es zahlreiche Möglichkeiten seine Tour fortzusetzen: ein kleiner Zug der gegenüber von der Bootsanlegestelle parkt, ladet die Touristen auf eine Rundfahrt der Stadt ein.
Die Lautsprecheranlage dagegen kündigt den Zug zu dem Centovalli an, um mit den Lago Maggiore Express weiter zu fahren. So laufen wir in Richtung Bahnhof von Locarno der sich wenige Meter vom Spielcasino befindet.
Der kleine Zug bringt uns in das Centovalli und dann in das Valle Vigezzo. Centovalli ist ein Name eines Tals des Kantons Tessin: es beginnt in Intragna und endet an der italienisch-schweizerischen Grenze von Camedo. Hier beginnt, auf italienischem Gebiet, das Val Vigezzo und erstreckt sich bis nach Domodossola.
Das Centovalli ist dank seines dichten Netzes an Wanderwegen, die sich inmitten wilder und atemberaubender Natur befinden, ein Paradies für Ausflügler.
Mit der Eisenbahn des Centovalli und des Valle Vigezzo, durchquert man das wilde und romantische Gebiet für eineinhalb Stunden. Die Reise beginnt und von den Fenstern aus wechseln sich schwindelerregende Brücken, klare Wasserläufe, Weingärten, Kastanienwälder und auf Felshängen gesetzte Dörfer ab.
Es ist unmöglich am Platz sitzen zu bleiben: die Versuchung sich ans Fenster zu lehnen und die untenliegende Landschaft zu bewundern ist sehr stark.
Plötzlich öffnet sich das Tal, die Hänge werden seichter, die Landschaft hat ein brillantes Grün. Wir haben das Valle Vigezzo erreicht. Es erstreckt sich auf einer Hochebene der Lepontine Alpen, auf einer durchschnittlichen Höhe von 800 Metern, ist das Valle Vigezzo das einzige von den sieben Tälern des Ossola das sich in Richtung Osten neigt. Ein üppiges Grün, Wälder, Wiesen und Alpinseen bieten tausend Möglichkeiten für Spaziergänge inmitten der Natur und somit vollkommene Erholung. Das Valle Vigezzo mit seinen sieben Gemeinden ist bekannt als das „Tal der Maler“ seiner antiken Tradition von Künstlern, Porträt- und Landschaftsmalern wegen.
Das pulsierende Herz des Tals in Santa Maria Maggiore, entzückendes Dorf das besonders für sein von Nadelwald umliegendes Hochtal geschätzt wird. Hier ist der Sitz der Schule der Schönen Künste, Rossetti Valentini, und auch des Schornsteinfegermuseums, das die Geschichte der Einwohner des Vigezzo schreibt, die einst ihre Heimat und Familie verließen um in die Welt zu ziehen, auf der Suche nach Glück, indem sie diesen sehr schwierigen Beruf ausübten. Viele entscheiden sich nach Santa Maria Maggiore hinunter zu steigen um das Dorf zu besichtigen und später die Reise wieder aufzunehmen.
Wir fahren weiter Richtung Domodossola: die Strecke ist eine Talfahrt, das Quietschen der Bremsen übertönt das Geschrei der Passagiere. Wir durchqueren Druogno und erreichen Trontano, charakteristische Ortschaft die bekannt ist für ihr Pilz-Volksfest dass jedes Jahr Ende September stattfindet. Dann entdecken wir die Weinberge von Masera, wo die Traube Prunent angebaut wird, von der, der typische Wein Ossolas hergestellt wird und zuletzt kommen wir in Domdossola an.
Bevor wir den Bahnhof verlassen bestaunen wir die Ausstellung zeitgenössischer Kunst „Sottopasso“ die in einem alten Eisenbahnwagon der auf dem ersten Steig steht, ausgestattet wurde.
Bevor die italienische Eisenbahnlinie zum Lago Maggiore zurückkehrt besichtigen viele noch Domdossola. Eine Kleinstadt mit vielen Monumenten, eleganten Gebäuden und Zeugnissen aus deren Vergangenheit. Der Marktplatz, der das Herz der Stadt ist, ist ein kleines Juwel der Architektur aus der Renaissance - mit seinen Säulengang aus dem 14. Jahrhundert der die Herrschaftsvillen aus dem 15. und 16. Jahrhundert trägt und so eine perfekte Kulisse in seiner Asymmetrie ergibt. In der Nähe des Platzes befindet sich der Stadtteil Motta, einer der antiksten dieser Kleinstadt: „Motta“ ist ein Ortsname der an die Anhäufung von Geröll und Steine erinnert der vom Fluss Bogna, während der Hochwasser im 15. Jahrhundert, hierher geflossen ist. Im Zentrum des Stadtteils dominiert die nette Piazza Fontana mit einem achteckigen Brunnen mit einem Obelisk von 1844. Zwischen 1792 und 1798 wurde nach dem Entwurf von dem Architekten Matteo Zucchi die berühmte Kollegial-Kirche die den Heiligen Gervasio und Protasio gewidmet ist, erbaut. Sie hat drei Kirchenschiffe mit sechs Kapellen und einen achtenswerten Hauptaltar aus mehrfarbigen Marmor. Palazzo Silva ist einer der schönsten Bauten des Adels aus der Renaissance der subalpinen Region, so das er ein nationales Monument wurde. Der Lago Maggiore Express ist eine sehr schöne Erfahrung, geeignet für Familien (empfehlenswert sind die Vergünstigungen für Gruppen und für Familien mit Kindern) empfohlen in den weniger überfüllten Jahreszeiten, so kann man wirklich entspannen. Im Hochsommer ist die Vegetation entlang der Centovalli sehr üppig und das Laubwerk beschränkt die Sichtbarkeit. Es ist eine sehr flexible Rundreise, die sich jeder selber nach Maß organisieren kann indem man an den Zwischenhaltestellen aussteigt und in einer Ortschaft am See oder im Valle Vigezzo einen Aufenthalt wählt.
Alle Informationen, Kosten und die Fahrzeiten sind auf unserer Webseite ersichtlich: www.lagomaggioreexpress.com. Bitte beachten Sie das diese Kreuzfahrt bis zum 18. Oktober aktiv ist und im Frühling wieder startet. Aber auch im Winter kann man seinen eigenen „Lago Maggiore Express“ organisieren, indem man die Fahrzeiten der Navigation des Lago Maggiore mit der Eisenbahnlinie Vigezzina zusammenstellt.
Bis zur nächsten Reportage!
Miria, Community Manager







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