Ein Tag im Valle Vigezzo

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piana di vigezzo

Die Voraussetzungen sind ausgezeichnet: der Himmel ist kristallklar, die Sonne scheint und die Temperaturen sind mild. Unser Tag hätte nicht besser ausfallen können der, der ersten Reportage von Neveazzurra gewidmet ist.

Es ist Donnerstag der 29. Januar und ich treffe mich mit unserem Fotografen Giancarlo um 9.00 Uhr in der Redaktion. Ziel ist das Valle Vigezzo: auf uns wartet ein Halt auf der Baitina von Druogno, ein Abstecher zum Skilanglaufzentrum von Santa Maria Maggiore, einen Besuch im Büro- der Berggemeinschaft des Valle Vigezzo und dann, um 11.00, rein in die Kabinenbahn um die Vigezzo Ebene zu erreichen, wo wir die Skier an die Füße ziehen, die Pisten ausprobieren möchten, beobachten, fotografieren und alles was die Station bietet entdecken. Auf uns wartet ein intensiver Tag, wir haben gute Laune und wir wissen das es unvergesslich sein wird.

Das Valle Vigezzo und der Berg
Das Valle Vigezzo, wird im Sommer so sehr für seine zauberhaften Landschaften und Panoramas geliebt, für seine Traditionen, für seine Weingastronomie, für seine Geschichte und Kultur und im Winter ist es ein idealer Ort für Familien und für alle die einen Tag, ein Wochenende oder Ferien in einem Mittelgebirge auf dem Schnee verbringen möchten. Das Angebot ist wirklich groß: Langlaufski, alpiner Skilauf, Abfahrtsski, Eislaufen, Gleitschirm und Spaziergänge. Menschengerechte Stationen, mit kurzen Strecken für Anfänger und schwierigeren für Skifahrer die schon Experten sind, Attraktionen auch für diejenigen die nicht Ski fahren, gerechte Preise, und eine besondere Beachtung für Familien mit Kindern. All diese, und noch andere, sind die Zutaten die aus dem Valle Vigezzo in jeder Hinsicht einen perfekten Ort machen.

Erste Tappe auf der Baitina von Druogno
Es ist wirklich einfach in das Valle Vigezzo zu kommen, dank der Bundesstrasse die man von der Schnellstrasse des Simplons erreicht (Ausfahrt Masera – Valle Vigezzo). Man kann auch ganz bequem mit dem Zug von Domodossola aus fahren, mit der Eisenbahnlinie Vigezzina. Im Auto erreichen wir in einer Viertelstunde Druogno und im Dorfzentrum biegen wir nach rechts zur Baitina.
Die Baitina ist ein regelrechter Park auf dem Schnee der zahlreiche Gelegenheiten bietet. Es sind nur 2 km bis zur Abfahrtspiste, der Schnee ist gut geschlagen und garantiert dank der Kunstschnee-Beschneiung (aber dieses Jahr braucht man ihn wirklich nicht) und die Tapies Roulant und so steigen wir ohne Mühe hoch. Das gleiche für die Piste Snow Tubing.

Auf der Baitina kann man die ganze Ausrüstung ausleihen: Skier, Skischuhe, Stöcke, Helme und dann Schneestöcke, Bobs und Liegestühle um sich zu sonnen. Man kann auch selber Ski fahren lernen, oder individuelle Skistunden mit den Skilehrern machen, oder beim kollektiven Kurs mitmachen. Aus diesen Grund ist die Baitina besonders bei den Kinder beliebt, die sich hier bei aller Sicherheit annähern können. Es ist der ideale Ort sich mit den Skiern vertraut zu machen. Und das ist dass was ich in den letzten Wochen gemacht habe. Ich bin seit 1990 nicht mehr Ski gefahren… und so, das erste Mal mit einem Skilehrer und dann alleine, habe ich mich mit den Skiern wieder vertraut gemacht.

Auf der Baitina treffen wir auf eine Kindergartengruppe: sie haben einen schönen Vormittag im Park und dann auf den Schlitten vor. Außer den Bobpisten, haben die Kinder, die sich an diese Station begeben auch einen Spielplatz und viele andere Attraktionen. Rutschen, Schaukeln usw. Ich halte am Ticketschalter um die Skistunde für Alessia für nächsten Samstag zu reservieren, und dann geht es weiter zur zweiten Tappe.

Zweite Tappe zum Sitz der Berggemeinschaft Valle Vigezzo
Wir kommen am Sitz der Berggemeinschaft Valle Vigezzo an, die die Seilbahn der Vigezzo-Ebene verwaltet, und wo die Referentin für den Tourismus, Susanna Giorgis, auf uns wartet. Während Giancarlo einige Fotos des Langlaufzentrums schießt, liefert mir die Referentin alle technischen Informationen über das Erreichen der Ebene Vigezzo, den Ausrüstungsverleih und über das Ski fahren. Wir haben uns zum Mittagessen mit ihr getroffen so haben wir die Möglichkeit vor einem heißen Teller Polenta zu plaudern.

Endlich, hier ist die Kabinenbahn
Ich habe meine Ausrüstung nicht dabei und wende mich also an den Verleih. Auf der Ebene gibt es zwei: sie liegen wenige Meter von der Ankunft der Kabinenbahn und der Babypiste entfernt, die Zone heißt Ratagin. Eine wird von den Skischullehrern geführt, während die andere von dem einzigen Snowboardlehrer der Ebene, Antonello Bergamaschi, geleitet wird.

Ich begebe mich zum Ersten, wo mich Franchino empfängt. Die Kosten des Verleihs sind erschwinglich: 15 Euro Wochentags und 18 Euro Feiertags für die komplette Ausrüstung: Ski, Skischuhe und Stöcke. In wenigen Minuten bin ich bereit loszugehen.
Man fährt Ski
Wenn man überlegt das ich nur zweimal auf der Baitina Ski gefahren bin, wägen wir ab uns ein bisschen auf der Babypiste aufzuwärmen.

Alles läuft Bestens und so bewegen wir uns schnellstens zur Abfahrt des Sessellifts. Giancarlo läuft vor, der auf den Skiern genauso brav ist wie beim Fotografieren.

Wir steigen bis zur Spitze rauf und nehmen die Piste Trubio in Angriff. Das Panorama dort oben ist unglaublich…ein Rahmen von schneebedeckten Bergen die sich scharf im blauen Wahnsinns-Himmel abzeichnen.

Ich gehe meine erste Abfahrt ohne Probleme an…die Stürze zählt man nicht…aber alles in allem, irgendwann muss man ja seinen Mut zusammen nehmen, oder nicht?

Die folgenden Abfahrten sind schon besser und ich fange an den Rausch des Windes auf meinem Gesicht und alles was mich umgibt zu genießen. Wir wechseln auf die Piste Cima2…auch hier fühlt man sich wohl. Wenige Leute, wenige Menschenschlangen…ein Glückstag für die, die heute auf den Pisten sind.

Die best beschlagenen Pisten Italiens
Der Schnee ist unglaublich schön und es ist alles an seinen Platz…glatt wie ein Tisch. Die Pistenvorbereiter haben letztes Jahr in Trento die Nationalmeisterschaft im Pisten vorbereiten gewonnen. Das glaube ich…

Beim Mittagessen

So langsam spüren wir die Müdigkeit und es ist Zeit Mittagessen zu gehen. Auf der Ratagin, Ankunft der Kabinenbahn, sind zwei charakteristische Restaurants vorhanden die ein typisches Menü zum „Skifahrer“ – Preis anbieten.

Mit etwas mehr als 10 Euro ein reichhaltiger Teller mit Polenta begleitet mit Köstlichkeiten aus dem Gebiet (Käse, Wildbret, oder Fleisch) und man kann im Geist und im Magen ermuntert weiterziehen. Wir essen mit der Referentin Susanna Giorgis die uns erklärt das die Ebene des Vigezzo genau in der Sonne liegt, inmitten einer fabelhaften Landschaft, mit wenigen Menschenschlangen und mit viel Herzlichkeit seitens des Personals der Station (die Angestellten der Station sind 14, 4 Festangestellte und 10 Saisonarbeiter). Ich bestätige der Referentin dass, das genau das ist was ich bemerkt habe. Hier stresst man sich nicht, es gibt kein Gedränge bei der Abfahrt der Sessellifte, die Pisten sind so breit und lang dass sie mit so wenigen Personen fast ganz zu meiner Verfügung stehen. Eine ideale Situation für mich, da ich mich noch nicht so sicher auf den Skiern fühle. Natürlich sind am Wochenende viel mehr Skifahrer hier, und ein paar Menschenschlangen sind nicht zu verhindern, aber wer überwiegend Sonntags Ski fährt ist das gewöhnt. Wir genießen die uns angebotenen Gerichte: Polenta mit Landkäse oder Schmorbraten, Ragout, Würstchen und, was man nicht versäumen darf, ist die Spezialität des Vigezzo, Polenta mit Milch und Sahne. Alle Restaurants der Ebene (zwei befinden sich auf der Ratagin, die anderen beiden auf der Arvogno) bieten preiswerte Menüs mit typischen Gerichten an. Aber wer nur wenige Minuten zu Verfügung hat, kann ein belegtes Brötchen oder eine Piadina (Teigfladen) wählen und diese in der Sonne auf der Terrasse zu sich nehmen.

Susy erklärt mir die verschiedenen Initiativen die auf der Ebene organisiert werden. Die schönste ist sicherlich die die an die Jugendlichen der Schule des Tals gerichtet ist, für die es die „Schneetage“ gibt. Alle Kinder, von der Grund- bis zur Realschule (und es sind etwa 60) nehmen jede Woche an den kostenlosen Skistunden teil, in Zusammenarbeit mit der Schule der Skilehrer der Ebene. Eine lobenswerte Initiative, die es allen Jugendlichen und Kindern des Vigezzo erlaubt Skifahren zu lernen, die Berge zu lieben wo sie geboren sind und leben. Studenten, aber nicht nur: auf der Ebene werden auch Kurse für Frauen und für zukünftige Skilehrer organisiert. Für Karneval wurden schon spezielle Pakete, Abonnements und Vergünstigungen ausgearbeitet.

Einen Tag auf der Ebene auch für die die nicht Skifahren

Auf der Ebene kann man hochsteigen und einen Tag verbringen auch wenn man kein Ski fährt.
Vom Ratagin aus startet ein Spaziergang mit Panorama den man mit leichten Wanderschuhen oder mit Après – Ski machen kann. Er ist fast eineinhalb km lang und zeigt wie ein Balkon auf das untenliegende Tal. Es gibt hier auch eine kleine Piste für Bobs und Schlitten wo die Kinder sich amüsieren können. Kurzum man kann mit der Kabinenbahn hochsteigen, einen Spaziergang machen, Mittag essen, sich sonnen, die Kinder mit dem Bob spielen lassen… nicht schlecht!
Nach dem Mittagessen, kehren wir zum Ski fahren zurück
Wir verabschieden uns von der Referentin Susanna Giorgis, und - das Süße zuletzt – schenkt sie uns einen Skipass für Werktage und fünf Skipässe für Kinder die wir bei unserem Foto – und Videowettbewerb verlosen können. Wir haben noch ein paar Stunden, die wir auf der Eben verbringen und wir gehen wieder auf die Piste zurück, auch wenn die Polenta schwer im Magen liegt (und mein Niveau meiner Performance auf den Skiern sinkt schwindelerregend).

Die Sonne liegt hoch im Himmel und wir treffen auf eine Gruppe von leidenschaftlichen Gleitschirmfliegern die von der Piste Trubio abspringen.

Die Ebene ist eine der beliebtesten Ziele für diesen Sport wegen der besonderen Thermik die es erlaubt lange über den Bergen zu fliegen. Wir begegnen auch Grundschulkindern, die von ihren Lehrern begleitet werden und mit ihren Skistunden beschäftigt sind.

Und dann sind die Lektionen des Kurses für angehende Skilehrer an der Reihe. Die Pisten beleben sich und die Anzahl der Skifahrer steigt schwindelerregend. Hier gibt es viele Kinder und Jugendliche die nach der Schule hoch gekommen sind um Ski zu fahren.
Wir können nicht bis nach Arvogno fahren, da die Piste unter der Woche geschlossen ist, aber wir statten dem Snowpark einen Besuch ab. Er befindet sich auf der Piste Cima 2 und erlaubt Evolutionen und Sprünge auf dem Snowboard.
Wir kehren zurück
Der Tag neigt sich dem Ende zu, wir kommen zur Abfahrt der Kabinenbahn zurück. Ich gebe meine Ausrüstung zurück und warte auf die Abfahrt der Kabinenbahn. Es ist 16.00 Uhr, wir gehen nach Hause, glücklich, mit von der Sonne geröteten Gesicht, für diesen wunderschönen Tag den wir im Schnee verbracht haben.

Jetzt können wir besser verstehen warum das Val Vigezzo, und die besondere Ebene, so von der Community der Neveazzurra geliebt werden.

Bis zur nächsten Reportage,
Miria



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Die Baitina von Druogno
Die Piste der Ebene
Die Pisten
Skifahrer
Blick von der Ebene
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